Sozialprojekt im neuen Format

Am 1. November startet in der Geschichtswerkstatt das neue Projekt „Erinnern um der Zukunft willen. Dialog der drei Generationen“, das eine Fortsetzung des vorherlaufenden Projektes „Brücke der Generationen“ darstellt. Das ist eine neue Etappe in der Sozialarbeit der Geschichtswerkstatt, die seit ihrer Gründung 2003 geleistet wird.

Zu den Teilnehmern des neuen Projektes werden Zeitzeugen und unmittelbare Kriegsteilnehmer gehören. Besondere Aufmerksamkeit wird den ehemaligen Gefangenen der NS-Konzentrationslager, Ghettos und anderen Holocaust-Opfern sowie den ehemaligen Ostarbeitern gewidmet. Die wichtigste Aufgabe des Projektes ist, diesen Menschen Achtung und Fürsorge entgegenzubringen, die Möglichkeit nutzen, ihre wertvollen Erfahrungen und Kenntnisse an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

Dies ermöglicht die gemeinsame Arbeit der Mitarbeiter des Projektes mit den Zeitzeugen, unterstützt durch die zweite und dritte Generation – Kinder und Enkelkinder derjenigen, die während des Zweiten Weltkrieges traumatisierenden Erlebnissen ausgesetzt waren.

Am 25. Oktober fand die Präsentation des Projektes statt, der die Leiter und Mitglieder von städtischen und Bezirksverbänden ehemaliger NS-Gefangenen beiwohnten. Zuerst erzählte die Leiterin der Geschichtswerkstatt Irina Kaschtelan über die Pläne und Perspektiven der weiteren Tätigkeit der Geschichtswerkstatt. Dann stellte Viktor Balakirew, Direktor der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte (IBB) J. Rau, das Team des neuen Projektes vor:

- Tamara Kurdadse, die Leiterin des Projektes und Koordinatorin der Veranstaltungen im Rahmen des Projektes, zu denen Zirkel und Interessenklubs (Perlenflechten, Stricken, Kochen), Treffen und Diskussionen mit verschiedenen Fachleuten, Treffen im literarischen Salon, Festabende, Stadtführungen, Museumsbesuche und vieles andere gehört,

und ihre Helfer:

- Swetlana Chassina, die als Psychologin für die Treffen in den Gruppen („Art-Therapie“ und „Gruppenunterricht“) sowie für die individuellen Konsultationen per Telefon verantwortlich ist;

- Kusma Kosak, den Leiter von Diskussionstreffen ehemaliger NS-Gefangener mit den Jugendlichen;

- Alexander Dolgowskij, der die Erinnerungen der Zeitzeugen sowie die Interviews mit ihren Familienangehörigen dokumentieren wird;

- Walentina Kaschulina, die Leiterin des „Klubs der deutschen Sprache“, die nicht nur die Anfänge der Sprache von Goethe und Schiller, sondern auch der Geschichte und Traditionen des deutschen Volkes vermitteln wird.

Jeder Mitarbeiter des Projektes berichtete über die für die ganze Periode geplanten Veranstaltungen und beantwortete die Fragen der Anwesenden. Die Teilnehmer des Treffens, das in einer sehr warmen und freundlichen Atmosphäre verlief, sprachen ihre Wünsche und Vorschläge aus, die in der Arbeit am Projekt berücksichtigt sein werden.

 

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