Rundtischgespräch der Historiker, Kriegsveteranen und ehemaliger Nazi-Häftlinge

Am 15. Juli 2011 fand in der Geschichtswerkstatt das Rundtischgespräch, an dem Historiker, Veteranen des Krieges und ehemalige Nazi-Häftlinge teilgenommen haben, statt. Dabei wurden folgende Hauptthemen behandelt: Das Tragische und das Heldenhafte in der Geschichte des Kampfes und des Überlebens des belarussischen Volkes in den ersten Monaten des Großen Vaterländischen Krieges, die heutige Erinnerungskultur des Krieges und die Prozesse der Verständigung und Versöhnung. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die neueste Ausgabe der Geschichtswerkstatt - das Kriegstagebuch „ 22 Juni. Brest. 3.15 Uhr beginnen die Batterien…“ von Eberhardt von Hanxleden, dem Soldaten des 29. Artillerieregiments der 29. Infanteriedivision. Das ist das erste Buch in Belarus aus der Schriftenreihe „Tagebücher des Krieges“, in dem das Alltagsleben des Krieges im Zeitraum vom 2. Juni bis zum 2.Oktober 1941 aus der Perspektive eines deutschen Frontsoldaten dargestellt wird. Die Augenzeugen des Krieges Lew Walachowitsch, Sinaida Nikodimowa, Wladimir Schakutin, Larisa Aleksandrenko, Galina Smuschko, Larisa Schimko, Maria Zukowa als auch die Vertreter der staatlichen Behörden und die Historiker unterstützten die Idee der vollständigen Herausgabe des Tagebuches, der Aktivierung des Dialoges zwischen den Nachfolgern der Kriegsväter aus Belarus und Deutschland. Am Rundtischgespräch nahmen der Militärattache der Deutschen Botschaft in der Republik Belarus Niels Janeke und seine Frau Historikerin Christiane Janeke teil. Ihre Diskussionsbemerkungen und -vorschläge werden zur besseren Darstellung der Originale von Kriegsmaterialien sowohl im Bildungswesen als auch im Museums- und Archivwesen der Republik Belarus beitragen.

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