Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns

Am 22. Juni fand auf dem Territorium des ehemaligen Minsker Ghettos eine Gedenkveranstaltung statt, die dem 75. Jahrestag des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges gewidmet war.

An der Veranstaltung nahmen teil: der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums Matthias Platzeck, der Botschafter der BRD in Belarus Peter Dettmar, der Vorstandsvorsitzende der IBB J. Rau Minsk und des IBB Dortmund Matthias Tümpel,  Geschäftsführer des IBB gGmbH Dortmund Peter Junge-Wentrup, ehemalige KZ- und Ghetto-Gefangene, Zeitzeugen, Vertreter gesellschaftlicher Organisationen, Journalisten, belarussische und deutsche Freiwillige.

In seiner Ansprache legte Matthias Platzeck den offiziellen Standpunkt der deutschen Seite auf die Ereignisse vor 75 Jahren dar: „Ich möchte einen großen Dank dem belarussischen Volk zum Ausdruck bringen, das nach einem solchen verheerenden Vernichtungskrieg nicht nur zu vergeben, sondern auch Versöhnung und Freundschaft anzubieten vermochte. Heute bin ich zusammen mit vielen anderen bestrebt, meinen Beitrag dazu zu leisten, dass wir uns nie mehr an solche Daten erinnern müssen und dass unsere Kinder und Enkelkiner eine friedliche Zukunft erwartet. Die große Rolle der Zusammenarbeit auf der Ebene der Zivilgesellschaft darf nicht vergessen werden. Das ist der Erfahrungsaustausch zwischen den Partnerstädten, Universitäten und Schulen, das sind aber auch Begegnungen zwischen einfachen Menschen. Es ist das, was wir bereits seit vielen Jahren in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte J. Rau in Minsk tun.“

Nach der Veranstaltung in Minsk reist der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums nach Moskau, um dort an einer ähnlichen Veranstaltung teilzunehmen.

Anschließend begaben sich die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zusammen mit den Mitarbeitern der Geschichtswerkstatt Leonid Lewin nach Gorodok zum III. Internationalen Forum „Freunde von Gorodok“.

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