Expedition in der Geschichtswerkstatt

Vom 20.bis 24. August 2018 fand in der Geschichtswerkstatt eine Oral-History-Expedition zur Wahrung des Andenkens an das Minsker Ghetto und die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges in Belarus statt.

Das gemeinsame Projekt der Geschichtswerkstatt Leonid Lewin und des belarussischen Oral-History-Archivs war für junge Lehrer, Geschichtsforscher und Liebhaber der Geschichte vorgesehen. Während der Expedition zeichneten die Freiwilligen die Interviews auf und dokumentierten die Erinnerungen der Häftlinge des Minsker Ghettos, der Opfer der Konzentrationslager und der Zeitzeugen der Okkupation von Minsk während des zweiten Weltkrieges.

Eine 20 Mann starke Gruppe zeichnete die Interviews von 36 Zeitzeugen des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs in Belarus in Video- und Audioformat fachmännisch auf.

„Die Zeitzeugen der tragischen Ereignisse der Vergangenheit sind betagte Menschen, die letzten verlassen leider diese Welt. Es ist deshalb sehr wichtig, ihre Erinnerungen zu notieren und zu bewahren“, - unterstrich die Leiterin der Geschichtswerkstatt Irina Kaschtalan. „Uns steht viel Arbeit zur Systematisierung und Archivierung der aufgezeichneten Interviews bevor. Die Interviews müssen weiterhin in die wissenschaftliche und Bildungsarbeit eingeschlossen werden, damit neue Veröffentlichungen, Lehrbücher und methodische Hilfsmittel  erscheinen“.

Im Allgemeinen brachte die Expedition den Teilnehmern unschätzbare Erfahrung der Kommunikation mit der älteren Generation, lieferte neue Informationen über den Krieg aus erster Hand und half, neue Bekanntschaften mit den Gleichgesinnten zu knüpfen.

  

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