Erste Sitzung im Rahmen des Bildungsprojektes der Geschichtswerkstatt

Die erste Sitzung im Rahmen des Bildungsprojektes der Geschichtswerkstatt „Wir erinnern uns um der Zukunft willen. Dialog der drei Generationen“ fand am 24. Oktober statt. Die Thematik des Treffens anlässlich des 75jährigen Jahrestages der Tragödie des Minsker Ghettos gab Swetlana Gebelewa vor. Sie ist die Tochter von Michail Gebelew, einem der Leiter des antifaschistischen illegalen Widerstandes in Minsk. Zusammen mit ihrem Neffen Michail reiste sie zum Treffen aus Buffalo (USA) an.  

Der Vorsitzende der Direktion der IBB J. Rau Viktor Balakirew leitete das Gespräch über die Geschichte des Minsker Ghetto, die Widerstandsformen gegen das NS-Regime, die Erinnerungskultur an den Holocaust und das Minsker Ghetto ein. An einer regen Diskussion beteiligten sich die Leiterin der Geschichtswerkstatt Irina Kaschtelan, der Professor Emmanuil Joffe, die Architektin Galina Lewina, der Bildhauer Alexander Finskij, die Kunstmaler Matwej Bassow und Wladimir Wolnow (Witebsk), die ehemaligen Gefangenen des Minsker Ghettos Frida Aslesowa und Roman Kulik. In den Dialog der Generationen traten auch die Gymnasiasten des Minsker Gymnasiums № 34 (Lehrerin Darja Kossjakowa), die Studenten des Minsker staatlichen berufstechnischen Colleges der Bauarbeiter (PR-Leiterin Anna Solowjowa) und die Journalisten aus Minsk und Marjina Gorka ein. Trotz des Regens führten die Teilnehmer  in der Gebelew-Straße ein kleines Meeting durch, wo ihm zu Ehren eine Gedenktafel angebracht ist. Der Neffe Michail, die College-Studenten sprachen sich für die Suche nach neuen Materialien über Gebelew sowie für die Vertiefung der Bildungsarbeit zur Geschichte des Minsker Ghettos aus.

Das nächste Treffen im Rahmen des Projektes findet am 20. November statt.

 

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