Die Ausstellung „Unterschiedliche Kriege“

Die Ausstellung „Unterschiedliche Kriege“

Vom 18. bis 28. Februar 2018 wird in der Geschichtswerkstatt zum ersten Mal in Belarus die Ausstellung „Unterschiedliche Kriege: nationale Schulbücher zur Geschichte über den 2. Weltkrieg“ gezeigt. Deren Initiatoren sind das Bürgerforum EU-Russland, die IBB J. Rau Minsk und das Dortmunder IBB. Die Ausstellung zeigt unterschiedliches Herangehen an die Wahrnehmung und Widerspiegelung der Geschichte des 2. Weltkrieges, indem zeitgenössische Geschichtslehrbücher für Oberklassenschüler in Deutschland, Italien, Litauen, Polen, Russland und Tschechien verglichen werden.

Die Auswahl des Ausstellungsobjektes ist nicht rein zufällig, denn der 2. Weltkrieg bleibt eines der schmerzlichsten und widerspruchsvollsten Ereignisse in der Geschichte Europas. In Russland (wie auch in Belarus) ist der Sieg in diesem Krieg eine der bedeutendsten Seiten in der Staatgeschichte. In der Exposition werden verschiedene Interpretationen der Kriegsgeschichte in den Geschichtslehrbüchern erörtert, verglichen und einander gegenübergestellt. Die hier vorgestellten nationalen und thematischen Sujets beleuchten unter anderem auch die wenig bekannten Aspekte des Andenkens an den Zweiten Weltkrieg. Die Ausstellungsbesucher haben die Möglichkeit, eigenständig in den Lehrbüchern zu blättern und die Unterrichtsmethodik im Fach Geschichte in verschiedenen europäischen Ländern kennenzulernen.

Die Ausstellung ist von der Arbeitsgruppe „Historisches Andenken und Bildung“ des Bürgerforums EU-Russland in enger Zusammenarbeit mit den Historikern, Aktivisten der Zivilgesellschaft, Geschichtslehrern und Enthusiasten aus allen sechs Teilnehmerländern vorbereitet worden. Die russische Version der Ausstellung wurde bereits in Moskau, Jekaterinburg, Perm, Novosibirsk, Krasnojarsk, Sankt-Petersburg, Syktywkar und Pskow gezeigt. In den EU-Ländern hatte die englischsprachige Version in Prag, Strasbourg, Brüssel, Vilnius und Milan einen großen Erfolg. Am 18. Januar ist sie im Museum Berlin-Karlshorst eröffnet worden.

Für individuelle Besichtigung ist die Ausstellung von 9.30 bis 17.00 Uhr vom Montag bis Freitag geöffnet. Exkursionen und Seminare für organisierte Gruppen (Schüler, Studenten, Lehrer) sind nur mit vorheriger  Anmeldung möglich.

Wir laden Sie zu folgenden Veranstaltungen im  Rahmen der Ausstellung ein:

Am 24. Januar 2018  (Mittwoch)

18.30 Uhr         Klub des jungen Historikers: Wie erzählt man den Kindern über den Holocaust?

Am 3. Februar 2018 (Sonnabend)

15.00 Uhr         Verschiedene Kriege: von der Konfrontation zum Dialog. Diskussion der Historiker über die Geschichtsbilder des 2. Weltkrieges in den Schulbüchern

Am 10. Februar 2018 (Sonnabend)

11.00 Uhr         Rundtischgespräch  für die Lehrer: Methodik der Arbeit mit den Schülern zum Thema „Der  Große Vaterländische Krieg“ im Kontext des 2. Weltkrieges

Am 21. Februar 2018 (Mittwoch)

18.30 Uhr         Klub des jungen Historikers: Fotoquellen und die historische „Vision“, die sie entwickeln

Am 28. Februar 2018 (Mittwoch) .

19.00    Uhr        Vortrag von Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin, Deutschland) „Besonderheiten der Umgestaltung der Massenvernichtungsorte in Gedenkstätten in Osteuropa“ (mit Übersetzung)

Der Besuch der Ausstellung ist frei

Kontaktperson: Irina Kaschtelian (kashtalian@ibb.by), Antonina Tschumakowa (chumakova@ibb.by), Tel.: +375 17 380-37-17.

Wir machen Sie ebenfalls auf einige ausgewählte Publikationen in den Massenmedien Russlands zur Ausstellung „Unterschiedliche Kriege“ aufmerksam:

Präsentation in Moskau: https://tvrain.ru/teleshow/rossija_eto_evropa/interpretatsija_vojny-406483/

Präsentation in Jekaterinburg: http://yeltsin.ru/event/raznye-voyny-odna-pobeda/

Präsentation in Perm: https://www.newsko.ru/articles/nk-3241380.html

Präsentation in Novosibirsk: http://tayga.info/photo/2016/10/20/%7E130561

Mehr Information über die Ausstellung finden Sie unter: http://eu-russia-csf.org/index.php?id=626&L=1.

 

Fotos: