Hinter diesen Toren stöhnt die Erde

Am selben Tag besuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts die Gedenkstätte in Salaspils. Auf dem Territorium dieser Stadt befand sich ein Konzentrationslager, das in deutschen Dokumenten als „erweitertes Polizeigefängnis“ bezeichnet wurde. Dort wurden politische Gefangene, Kriegsgefangene, bei Strafoperationen gefangene Zivilisten und deportierte Juden festgehalten. Menschen starben an Krankheiten, Unterernährung und unmenschlichen Bedingungen.

Das Denkmal selbst wurde 1967 erbaut und ist etwas Besonderes für die Sowjetzeit. Das erste, was vor Ihren Augen erscheint, ist eine massive asymmetrische Wand mit einem schmalen Eingangsausschnitt. Darauf steht eine lettische Inschrift: „Hinter diesen Toren stöhnt die Erde.“ Als nächstes sehen Sie ein großes Feld mit sieben Figuren. Jede der Figuren symbolisiert das Bild der Märtyrer des Lagers.

Am selben Tag besuchten wir den Rumbula-Wald. An diesem Ort wurden im Winter 1941 zwei Vernichtungsaktionen durchgeführt, bei denen nach verschiedenen Schätzungen etwa 38.000 Juden aus dem Rigaer Ghetto getötet wurden. Im Wald befindet sich ein Denkmal, das durch eine Steinkomposition dargestellt wird, in deren Mitte sich eine Menora befindet. Die Steine ​​symbolisieren die Häuser des Ghettos, die Wege zwischen den Steinen – die Straßen des Ghettos. Das Denkmal wurde 2002 durch die Bemühungen staatlicher und öffentlicher Organisationen in Lettland, Deutschland und Israel eröffnet.

©Fotos von Jana Bondar.

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